Die drei wichtigsten Aspekte von Messenger-Marketing

Matthias Mehner (WhatsBroadcast) zeigt, warum Medienunternehmen mit WhatsApp & Co. kommunizieren sollten. Zum Thema gibt es am 21. März 2018 ein kostenloses Webinar.

Keine andere Branche durchlebt die digitale Transformation so rasant und unmittelbar wie die Medienbranche. Ob Tageszeitung, Radiostation, TV-Sender, Verlage oder Onlineportal – alle müssen ihren Content und deren Distribution anpassen. Lange war Facebook hier der Heilsbringer in Sachen Reichweite, Community und nicht zuletzt für Webseiten-Traffic oder gar Vertrieb. Spätestens nach der letzten Ankündigung von Mark Zuckerberg, den Newsfeed umzubauen und Medien weniger organische Reichweite zu geben, sollten sich nun alle Medien nach alternativen Möglichkeiten umsehen.


Der Autor: Matthias Mehner  ist Vice President Strategy & Innovation, WhatsBroadcast. Nach einigen Stopps auf Agenturseite verantwortete Matthias die letzten fünf Jahre bei ProSiebenSat.1 das Social Media Marketing. 2016 erhielt sein Team die begehrte Auszeichnung als „Social Media Team des Jahres“ beim deutschen Preis für Onlinekommunikation. Im Sommer 2017 wechselte er von Social Media & Konzern hin zu Messenger & Start-up. Bei WhatsBroadcast beschäftigt er sich mit dem Einsatz von WhatsApp und Facebook Messenger in der digitalen Kommunikation. Dazu zählen Newsletter und Service-Module – aber natürlich auch Chatbots. Matthias findet man auch als Keynote Speaker auf diversen Konferenzen, als Dozent und Coach bei der Akademie der Deutschen Medien und als Autor bei Lead Digital, wo er seine eigene Kolumne über Messenger Marketing schreibt.


Das Messenger-Marketing wird dabei in Zukunft eine sehr wichtige Rolle spielen. Die Vorteile von Messengern wie WhatsApp liegen auf der Hand:

  • Meistgenutzte App weltweit und auch in Deutschland (70 % der Deutschen nutzen WhatsApp regelmäßig).
  • Realtime-Kommunikation, da keine andere App mehr Push-Nachrichten direkt in den Sperrbildschirm der Nutzer erlaubt. 95 % aller WhatsApp werden innerhalb von 15 Minuten zugestellt.
  • Kein Algorithmus! 100 % aller Abonnenten werden mit den Nachrichten auch erreicht.
  • Hohe Performance-Werte: Medienunternehmen und Brands berichten von 50 % bis 80 % Klickraten auf bestimmten Content.

Im folgenden Artikel möchte ich auf die drei wichtigsten Aspekte (Nutzerzahlen, Performance und Best Cases) zum Messenger Marketing näher eingehen.

1. Nutzerwachstum im Vergleich: Facebook Messenger, Instagram, Snapchat, Twitter & WhatsApp

Die Nutzerschaft von Messaging-Apps wie WhatsApp, Facebook Messenger & Co. wächst kontinuierlich. Sie überflügelt global längst die Nutzerzahlen von traditionellen Social Media-Kanälen wie Instagram, Twitter, aber auch Snapchat. Betrachtet man die offiziellen globalen monatlichen Nutzerzahlen von WhatsApp und Facebook Messenger seit 2014, erkennt man die Dynamik, mit der die Reichweite auf den beiden Messengern zunimmt.
In Deutschland nutzen doppelt so viele Menschen WhatsApp wie Facebook – andere soziale Netzwerke sind hierzulande sogar noch weiter abgeschlagen.

2. Messenger Marketing hat durchweg die besten Performance-Werte

Messenger Marketing braucht keinen Vergleich mit Social Media, E-Mail-Marketing und Apps zu fürchten.

Quelle: Statista

Betrachten wir die durchschnittlichen Reichweiten: Facebook – wie anfangs bereits erwähnt – tendiert gegen Null, bei E-Mail geht man noch von 25 % aus – und Apps? Drei Viertel aller Deutschen laden laut einer Studie weniger als neun Apps pro Jahr runter, und 77 % der Apps werden davon innerhalb von drei Tagen wieder gelöscht.
Lasst uns auch noch auf die durchschnittlichen Klickraten schauen:

  • E-Mail liegt bei 3 %.
  • Auf Social Media ist man mit 5 % gut bedient.
  • Bei klassischen Display Ads freut sich jeder über Klickraten um 1 %.
  • WhatsApp-Newsletter dagegen trumpfen mit einer Click-Through-Rate (CTR)  von durchschnittlich 35 % auf.

3. Welche Publisher nutzen bereits WhatsApp für Content-Distribution?

Fernsehsender wie Sky, RTL oder ProSieben nutzen Messenger-Marketing auf zwei verschiedenen Wegen. Neben der Distribution von Content (AdVOD Catch Up) für Traffic spielt hier besonders die Möglichkeit eine Rolle, den potenziellen Zuschauer schnell und direkt noch auf eine Sendung aufmerksam zu machen. So nutzt zum Beispiel Galileo seinen WhatsApp-Newsletter, um jeden Tag kurz vor der Sendung die Themen anzuteasern – und bekommt hohe Aufmerksamkeit. Der Newsletter erreicht die Zielgruppe direkt auf dem Sperrbildschirm, die im Idealfall gerade auf der Couch vor dem Fernseher sitzt und nur noch umzuschalten braucht. Außerdem ist das „Second Screen“-Engagement nirgends so leicht zu fördern wie auf WhatsApp. Direkt und in Realtime den TV Zuschauer zu fragen, ob ihm der eine oder der andere Kandidat besser gefallen hat, das schafft nur der Messenger.

Überregionale Tageszeitungen wie die Süddeutsche Zeitung oder die Washington Post, aber auch regionale Tageszeitungen wie die Augsburger Allgemeine oder der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (sh:z) kommen über WhatsApp mit ihren Abonnenten und Usern in engen Kontakt. Auf großen Plattformen gehen besonders die wichtigsten Informationen der regionalen Zeitungen, wie z. B. der Verkehr oder Polizeiberichte, unter. Somit entsteht auf der Messenger-Plattform ein besonderer USP. Laut einer Umfrage des Mindener Tagesblatts möchten ca. 80 % der Befragten mehrmals am Tag Nachrichten per WhatsApp zugeschickt bekommen

Etliche Magazine wie Bravo, Gala, Bunte oder die Cosmopolitan haben ebenfalls die Möglichkeit zur Nutzung von Onlinemedien entdeckt. Wichtig für die Magazine ist vor allem der Traffic. So nutzt beispielsweise die Bravo unter anderem WhatsApp als Kanal, um Traffic zu generieren.

Auch Onlineplattformen wie der Postillon haben Facebook und Co. stark in Benutzung. Den Leuten gefällt es, Spaßnews zu lesen, und sie erhalten die Nachrichten gerne auf ihrem Smartphone. Die Onlineplattformen können das Messenger Marketing entsprechend erfolgreich einsetzen. Anika Bollow vom Onlinemagazin Beziehungsweise berichtet zudem von einer positiven Entwicklung der Marke Parship durch die Nutzung von WhatsApp.

Zwischen Buchverlagen, Autoren und ihren Lesern herrscht eine besondere Beziehung. Dementsprechend höher ist die Akzeptanz von längeren Texten über WhatsApp, die diese Bindung zusätzlich stärken. Egal ob der Carlsen, Hanser oder Loewe Verlag – sie alle nutzen die Option, ihren Lesern aktuelle Events wie Lesereisen oder Buchvorstellungen über WhatsApp mitzuteilen.

Nicht nur die Hits und Songs, sondern auch die Informationen und der Austausch mit der Hörerschaft sollten bei Radiosendern aktuell sein. Der Weg über WhatsApp ist dafür besonders geeignet: So informieren Radiosender wie Radio NRJ, Radio Hamburg, Radio 7 und viele mehr ihre Abonnenten über aktuellen und regionalen Content via Messenger. Sie bieten ihren Hörern damit eine Plattform zum Austausch und Chatten und können außerdem Input für die nächste Sendung sammeln.

Für welche anderen Branchen ist Messenger Marketing interessant?

Natürlich sind Medien prädestiniert dafür, WhatsApp für ihre Kommunikation zu nutzen. Aber seit Content-Marketing in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat, nutzen auch immer mehr Brands, Shops, Vereine – aber auch Parteien, Gewerkschaften, B2B Unternehmen, Versicherung und Banken die Möglichkeit von Messenger-Newslettern.

Was kann ich vom WhatsBroadcast-Webinar zum Thema Messenger-Marketing und Chatbots erwarten?

WhatsBroadcast ist eines der am schnellsten  wachsenden und erfolgreichsten Start-ups in Deutschland und hat mittlerweile mehr als 1000 Kunden in über 50 Ländern. Mit uns erreichen unsere Kunden über 6 Mio. WhatsApp-Abonnenten am Tag. Im Webinar werden wir auf den Markt und seine Dynamik eingehen, wir werden vier Erfolgsrezepte von Messenger-Marketing vorstellen und Best Practice zu Content-Strategie, Nutzeraufbau und Monetarisierung zeigen. Das alles sehr praxisorientiert, verständlich und unterhaltsam vorgetragen – versprochen!

Hier gibt es weitere Infos zum kostenlosen Webinar am 21. März 2018, 13 Uhr

 

(Foto: Microsiervos, flickr, CC BY 2.0)

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