Künstliche Intelligenz ist eines der zentralen Themen unserer Zeit. Keine Branche, Abteilung oder kein Entscheider kommt um die Möglichkeiten der Technologie herum. Doch selten herrscht ein vollumfänglicher Blick auf die Vorteile und Möglichkeiten der KI im Praxiseinsatz. AI@media möchte mit dieser so häufig auf technischen und IT-basierte Fakten basierten Betrachtung aufräumen und einen Blick auf die Anwendungsfelder und AnwenderInnen hinter die Kulissen der Künstlichen Intelligenz werfen. Wir beantworten die Frage, wo KI wirklich Sinn macht und wie Unternehmen aus der Kommunikations- und Medienbranche von anderen lernen können. Die 2021 gestartete Konferenzen-Serie feiert im November 2025 mit der 7. Ausgabe eine Neuauflage.
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Künstliche Intelligenz im Verlagsgeschäft ist keine Einheitslösung – das zeigen der „Gastrobot“ und „Bello“ exemplarisch. Beide Chatbots nutzen dialogbasierte KI, verfolgen damit aber grundverschiedene Geschäftsmodelle: Gastrobot spielt auf Aufmerksamkeitsökonomie, Bello auf zahlende Abonnenten.
Gastrobot: Lokaljournalismus wird dialogfähig. Die Rheinische Post hat gemeinsam mit Retresco einen frei zugänglichen Chatbot entwickelt, der personalisierte Gastro-Empfehlungen ausschließlich auf Basis redaktionell kuratierter Inhalte liefert. Nutzer erhalten per natürlichsprachiger Anfrage Vorschläge für Restaurants, Cafés und Bars in Düsseldorf, Bonn, Trier und Saarbrücken – ergänzt um Preise, Öffnungszeiten und aktuelle Berichterstattung. Der Bot ist Teil eines crossmedialen Ökosystems und soll Reichweite steigern, Engagement erhöhen, neue Zielgruppen binden. Klassisches Audience Development durch KI-gestützte Nutzerinteraktion.
Bello: Vom WhatsApp-Bot zum Paywall-Instrument. handwerk magazin hat seinen Chatbot radikal weiterentwickelt: Aus dem regelbasierten Helfer wurde ein KI-basierter Wissensassistent, der das komplette Facharchiv seit 2019 durchsucht und fundierte Antworten zu Betriebsorganisation, Steuern, Recht oder Marktchancen liefert. Die ersten fünf Anfragen sind kostenlos – danach greift das Freemium-Modell: Der Bot wird zur Conversion-Maschine für das kostenpflichtige hm+-Digitalabo. Hier steht Monetarisierung im Vordergrund, nicht Reichweite.
Speaker
Ramón Kadel ist seit 2017 bei handwerk magazin tätig und koordiniert als Chef vom Dienst (CvD) die Themen und Inhalte der Medienmarke sowie deren Veröffentlichung auf allen Kanälen – vom Print-Magazin über die Website bis zu den Social-Media-Plattformen. Der gebürtige Mannheimer studierte Ressortjournalismus an der Hochschule Ansbach und absolvierte sein redaktionelles Volontariat bei Holzmann Medien in Bad Wörishofen. Nach seinem Einstieg 2017 zunächst im Ressort Steuern+Recht wechselte er 2018 in die Online-Redaktion. Neben seiner CvD-Tätigkeit trat Kadel als Autor mehrerer Fachbücher in Erscheinung, darunter „Urheberrecht kompakt – ein Leitfaden für Handwerksbetriebe“ (2018), „RedakBot – Vorbereitung auf den KI-Journalismus“ (2022) sowie als Co-Autor von Studien zur Digitalisierung kaufmännischer Prozesse im Handwerk.
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Clemens Boisserée ist seit 2021 Leiter der redaktionellen Produktentwicklung bei der Rheinischen Post und seit 2024 stellvertretender Leiter der „KI-Taskforce Redaktion“ der Rheinischen Post Mediengruppe. Nach seinem Studium in Köln und Magdeburg absolvierte er von 2014 bis 2016 sein Volontariat beim General-Anzeiger Bonn. Es folgten Stationen als Sport-Redakteur bei der Mitteldeutschen Zeitung in Halle und seit 2017 bei der Rheinischen Post – zunächst am Regio Desk Neuss, später als Redakteur für Daten- und KI-Projekte. In seiner heutigen Funktion treibt er die digitale Transformation und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Journalismus voran.

Termin
12.11.2025