DIGITALKONFERENZ
Gemeinsam stehen wir vor der zentralen Frage: Wie machen wir Medienunternehmen fit für die digitale Transformation und die Herausforderungen der nächsten 5 bis 10 Jahre? In einer Welt, die sich rasant verändert, geht es nicht nur um Technologie, sondern um den Wandel in allen Bereichen – von Redaktion über Produktion, Marketing und IT bis hin zu Media Sales. Doch Transformation gelingt nur, wenn wir Silos überwinden, crossfunktionale Zusammenarbeit fördern und den Menschen in den Mittelpunkt des Change Managements stellen.
Begrüßung, Einführung in den Tag und Kommunikationsregeln

Closed Commerce, Real-Life-Rituale und Microverses: Im Spannungsfeld zwischen technologischer Disruption und der Sehnsucht nach echter Verbindung formt sich 2026 eine neue Medienrealität. Während KI zur unsichtbaren Grundvoraussetzung geworden ist, entscheiden nun andere Faktoren über Markterfolg und Nutzerbindung.
Was bedeutet diese Verschiebung konkret für Content-Strategien, Geschäftsmodelle und die tägliche Arbeit in der Branche?
Das MedienNetzwerk Bayern präsentiert die 9 wichtigsten Trends des Jahres, die die Medienbranche im Blick haben sollte, damit sie Veränderungen am Markt und neue Potenziale frühzeitig erkennt. Die Auswahl basiert auf einer umfassenden Analyse globaler Reports und dem kontinuierlichen Austausch mit der bayerischen Medienlandschaft.
Jacqueline Hoffmann, Teamlead, MedienNetzwerk Bayern, Medien.Bayern GmbH
Jacqueline Hoffmann ist Teamlead beim MedienNetzwerk Bayern und für den MedienNetzwerk Bayern-Thinktank rund um Zukunftstechnologien verantwortlich, den sie in 2023 aufgebaut hat. Seit 2017 ist sie außerdem Partner & Program Manager für die Medienteilbranchen Buch, Fach- und Bildungsmedien sowie XR aktiv. Parallel war sie bis 2022 Teil des Konferenzteams der MEDIENTAGE MÜNCHEN und kuratierte dort u. a. den Web3-Track, die MTM-Must Reads, den AI-Pavilion und die Immersive Media Area.

KI durchdringt die Medienhäuser immer stärker. Aber was werden die Kunden tun und welche neuen Wettbewerbskonstellationen werden entstehen? In dieser Gesprächsrunde beleuchten wir die Trends mit Blick auf den „Need for Action“: Was ist jetzt konkret zu tun? Wie stellst du die Weichen in Richtung Erfolg in Zeiten des technologischen Umbruchs?
Dr. Marco Olavarria ist Gründer von Berlin Consulting und berät Medienhäuser seit über 20 Jahren. In seinem Unternehmen geht er konsequent neue Wege für digitale Zeiten, denn Berlin Consulting wird hierarchiefrei durch das Team geführt. In diesem Setting berät Marco Olavarria Unternehmen im digitalen Wandel – immer mit dem Anspruch, die Kunden auf ihrem Weg durch die digitale Transformation zu inspirieren, individuelle Lösungen zu finden, zu frischen Ideen zu kommen und gemeinsam neue Wege zu gehen. Sein Buch „Orgazign – Organisationen lebenswert gestalten“ weist ihn als Organisationsexperten aus, er entwickelt gemeinsam mit seinen Kunden aber auch neue Strategien, Geschäftsmodelle und Prozesse.

Das Paid-Content-Modell für journalistische Inhalte ist kein Fehler. Es reicht nur nicht. In vielen Medienhäusern haben die Hälfte der Neuabonnenten nach 90 Tagen bereits wieder gekündigt. Nicht weil der Journalismus schlecht ist. Einzelabos sind für viele Menschen kein attraktives Modell mehr: zu viel, zu teuer, zu unflexibel.
Die Zeit ist reif für ein Spotify for News: unlock bündelt Medienmarken auf einer Plattform und macht alle mit nur einem Abo zugänglich. Die Nutzer bauen sich einen personalisierten Feed, entdecken neue Marken, lesen mehr. Was Verlage davon haben? Zusätzliche Erlöse, neue Zielgruppen – besonders jüngere und Abo-ferne Leser – und detaillierte First-Party-Daten.
Swantje Dake, Co-Founderin von unlock und 25 Jahre Journalistin – zuletzt Chefredakteurin Digital bei der Stuttgarter Zeitung –, stellt vor, wie unlock funktioniert, was für Verlage drin ist und wo das Düsseldorfer Startup derzeit steht.
Swantje Dake ist Gründerin, Strategieberaterin und Journalistin. Sie baut derzeit mit „unlock“ eine Bundling-Plattform, die Journalismus einfach zugänglich macht. Parallel berät sie Verlage und Redaktionen in Transformationsprojekten. Zuvor hat sie (fast) alle Rollen in einer Redaktion durchlaufen – von der Volontärin bis zur Chefredakteurin. Angefangen hat sie im Lokaljournalismus bei der Hamburger Morgenpost, bei stern.de war sie Reise- und Nachrichtenredakteurin und leitete drei Jahre den Newsroom. Für die Zeitungsgruppe Stuttgart war sie als Chefredakteurin Digital anschließend für die redaktionelle Transformation verantwortlich.

Warum Daten das „Was“ messen, aber nur Identität das „Warum“ bezahlt.
Im „Attention War“ konkurrieren Publisher nicht untereinander, sondern mit Netflix, TikTok und der allgemeinen digitalen Überreizung. Wer hier gewinnen will, braucht mehr als eine technisch ausgefeilte Paywall – entscheidend ist der psychologische Zugang zum Nutzer. Dieser Vortrag analysiert, warum klassische Sales-Strategien am modernen Nutzerverhalten scheitern und wie die Schnittstelle aus Publishing, Payment und Psychologie neue Erlösmodelle ermöglicht. Anstatt in starren Abo-Logiken zu verharren, rücken moderne Identitätskonzepte – das „Identity House“ – in den Fokus: So entstehen echte Exklusivität, Sinnstiftung und messbarer Mehrwert. Ein strategisch fundierter Impuls für eine Monetarisierung, die nicht nur datenbasiert, sondern menschenzentriert agiert.
Rosie Musoni ist Wirtschhaftspsychologin, Creatorin, Strategin für digitale Monetarisierung und Expertin für Payment-Psychologie. Sie begleitet Medienhäuser und Publisher dabei, die Lücke zwischen technischer Infrastruktur und menschlicher Zahlungsbereitschaft zu schließen. Mit ihrem Fokus auf identitätsstiftende Konzepte zeigt sie Wege aus der „Paywall-Müdigkeit“ hin zu nachhaltiger Kundenloyalität. Als Gründerin von Setiquette unterstützt sie Unternehmen zudem dabei, digitale Interaktionen und Erlösmodelle konsequent menschenzentriert zu gestalten, um den wahren Wert von Content im „Attention War“ erlösstark zu verankern.
Foto: (c) Nicolai Roman Blaskovic

Was würden Sie tun, wenn Ihre Kunden plötzlich verlangen, dass Sie Ihr Geschäftsmodell radikal ändern?
Open Access hat das wissenschaftliche Publishing grundlegend verändert: Geschäftsmodelle, Prozesse und die Beziehungen zu Autorinnen, Lesern und Institutionen stehen auf dem Prüfstand. Für wissenschaftliche Fachverlage war das kein gradueller Wandel, sondern ein echter Paradigmenwechsel – mit allem, was dazugehört: Widerstand, Unsicherheit und am Ende neuen Chancen.
In meinem Vortrag zeige ich, wie wir bei Wiley-VCH diese Transformation gestaltet haben – und was Führungskräfte in anderen Medienhäusern daraus für ihre eigene Zukunft mitnehmen können.
Dr. Guido F. Herrmann leitet als Geschäftsführer den wissenschaftlichen Fachverlag Wiley-VCH in Deutschland und verantwortet im Wiley Konzern den Bereich „Global Industry, Partner and Academic Relations“.
Seit Oktober 2024 ist Guido F. Herrmann im Vorstand der International Association of Scientific, Technical & Medical Publishers (STM), seit Oktober 2025 in der Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden. Guido F. Herrmann ist Mitglied des Aufsichtsrats der VG Wort und arbeitet dort als Vorsitzender der Kommission Wissenschaft (seit 2011) und der Bewertungskommission (seit 2024).
Guido F. Herrmann hat einen Abschluss in Chemieingenieurwesen und Chemie, er promovierte in bioorganischer Chemie und war Postdoktorand an der ETH Zürich. Er besitzt einen Abschluss als MBA von der University of Warwick, Großbritannien.

Liquid Content: Chance für den Journalismus oder Ende der Bedeutungshoheit?
KI macht es möglich, dieselbe Information für jeden Leser individuell aufzubereiten – angepasst an Region, Zielgruppe, Kontext. Was klingt wie eine große Chance für Lokaljournalismus und demokratische Teilhabe, birgt eine tiefere Frage: Wer kontrolliert, was ein Text bedeutet, wenn eine algorithmische Zwischenschicht zwischen Autor und Leser tritt? Google testet bereits, Schlagzeilen automatisch umzuschreiben – ohne Kennzeichnung, ohne menschliche Kontrolle. Aus einer kritischen Auseinandersetzung wird eine Produktempfehlung. In dieser Diskussionsrunde beleuchten wir beide Seiten: Liquid Content als Werkzeug für relevantere, reichweitenstärkere Inhalte – und als Risiko für das, was Journalismus ausmacht: die Kontrolle über Sprache, Aussage und Bedeutung.
Markus Knall, Chefredakteur und Leiter Content, Ippen Digital, Deutschland
Markus Knall ist Chefredakteur des digitalen Bereichs der Mediengruppe und verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung in den Bereichen Redaktionsleitung, digitale Content-Strategien und digitales Marketing. Er hat eines der größten digitalen Redaktionsnetzwerke in Deutschland aufgebaut.
Ippen Digital ist Deutschlands führender Digitalverlag mit mehr als 50 Nachrichten-Websites in Deutschland – von tz, Münchner Merkur, HNA und Frankfurter Rundschau bis hin zu Vertikalen wie BuzzFeed.de, Einfach Tasty, Serienjunkies und ingame.de. Das unter der Marke IPPEN.MEDIA bekannte redaktionelle Netzwerk generiert monatlich über 300 Millionen Besuche und erreicht die Hälfte der deutschen Internetnutzer. Mit zahlreichen eigenen und zwölf Partnerseiten ist es zudem eines der größten regionalen Verlagsnetzwerke in Europa.
Markus Knall ist ein journalistisch und strategisch orientierter Change Manager mit nachweisbaren praktischen Erfolgen. Er setzt sich mit großer Leidenschaft dafür ein, den Strukturwandel in der Medienbranche auf dynamische und agile Weise zum Wohle von Lesern und Mitarbeitern gleichermaßen voranzutreiben.
Er studierte Politikwissenschaft und Geschichte in Regensburg und Washington DC und hat einen Executive-MBA-Abschluss der Universität St. Gallen, Schweiz. Seit 2011 ist er Chefredakteur.
Evgenia Karp leitet den Bereich Digital Innovation bei 1000things, einem österreichischen Online-First-Publisher, und arbeitet crossfunktional an der Schnittstelle von Redaktion, KI-Strategie, Growth und Plattformentwicklung. Ihre Perspektive verbindet redaktionelles Handwerk mit strategischem Denken zu Plattformlogik und KI. Sie beobachtet, wie sich das Verhältnis von Reichweite und Leserbindung im KI-Zeitalter strukturell verschiebt – ein Muster, das sie nicht als taktisches Problem, sondern als strategisches Signal liest. Sie ist als Speakerin bei Branchenveranstaltungen aktiv, aktuell beim ORF AI Day im April 2026.

Entkoppelte Content‑Architekturen sind weit mehr als nur Technik und Infrastruktur. Sie schaffen die Basis für neue digitale Content-Angebote und Geschäftsmodelle. In dieser Präsentation zeigen wir am Beispiel unseres Kunden CH Media wie eine modulare Content‑Architektur und hochskalierbare digitale User‑Portale messbaren Business Impact schaffen: mehr strategische Flexibilität, geringere Komplexität, schnellere Monetarisierung und eine zukunftssichere Basis für nachhaltig erfolgreiche digitale Geschäftsmodelle.
Alexander Josef ist CEO & Gründer der Forward Publishing AG und ist Experte für digitale Publishing‑Plattformen und Transformation in der Medien- und Verlagsbranche. Mit seiner langjähriger Erfahrung an der Schnittstelle von Technologie, Redaktion und digitaler Produktentwicklung begleitet er führende Verlage im DACH‑Raum bei der Entwicklung zukunftsfähiger Content-Architekturen als Basis nachhaltig erfolgreicher digitaler Geschäftsmodelle. Sein Fokus liegt auf moderner Content‑Ausspielung, skalierbaren Plattformarchitekturen und der Frage, wie Technologie echten Mehrwert für journalistische Produkte schafft.

KI verspricht enorme Effizienzgewinne – eine Erwartungshaltung, die CEOs quer durch die Branche teilen. Doch wie transformiert man eine disruptive Technologie in ein praxistaugliches Werkzeug? Dieser Vortrag fokussiert sich auf die konkrete Befähigung der Mitarbeitenden im Fachverlag und zeigt Wege auf, wie interne Widerstände in der Transformationsphase konstruktiv abgebaut werden können. Wir definieren, was „Effizienz“ im Zusammenspiel von Mensch und Maschine wirklich bedeutet und diskutieren praxisnahe Methoden zur verlässlichen Erfolgsmessung der KI-Integration.
Maurizio Philippy, Head of Digital Management und Innovationsmanager bei RM Rudolf Müller Medien GmbH & Co.KG
Maurizio Philippy ist bei der RM Rudolf Müller Medien verantwortlich für den Bereich Digital Management. Sein besonderes Interesse gilt der digitalen Transformation der Fachverlagsbranche – insbesondere an der Schnittstelle von künstlicher Intelligenz und zukunftsfähigen Geschäftsmodellen.
Akademisch vereint er wirtschaftspsychologische und medienökonomische Perspektiven: Auf seinen Bachelor in Wirtschaftspsychologie folgte ein Masterstudium in Markt-, Medien- und Kommunikationsmanagement. In seiner aktuellen Rolle entwickelt er digitale Geschäftsmodelle und verantwortet deren technische Realisierung mit seiner Abteilung. Als Leiter des internen KI-Netzwerks gestaltet er zudem maßgeblich die KI-Strategie des Medienhauses mit. Maurizio steht für strategischen Weitblick und die Fähigkeit zur Abstraktion – besonders im Hinblick auf die technologischen Implikationen für die Zukunft der Medienbranche.
Sophia Fischer, Head of Media Operations und Innovationsmanagerin | RM Rudolf Müller Medien GmbH & Co.KG
Innovation ganzheitlich gedacht: Prozesse. Projekte. Produkte.
Sophia Fischer steht für die intelligente Verknüpfung dieser drei Erfolgsfaktoren. Als erfahrene Medienökonomin gestaltet sie seit über 13 Jahren die Fachverlagsbranche mit – stets mit dem Ziel, Prozesse effizienter, Projekte agiler und Produkte innovativer zu machen.
Bei der Rudolf Müller Mediengruppe leitet sie den Bereich Media Operations und treibt als Mitverantwortliche im strategischen Innovationsmanagement sowie im firmenweiten KI-Netzwerk zukunftsweisende Entwicklungen voran.
Ihr Schwerpunkt: strategische Prozessinnovation – durch methodische Klarheit, den Einsatz moderner Technologien wie Künstlicher Intelligenz und ein tiefes Verständnis für abteilungsübergreifende Zusammenarbeit, mit dem Ziel, aus Ideen gelebte Realität zu machen – vom Konzept bis zum marktfähigen Produkt.

Gut erzählte digitale Geschichten steigern erwiesenermassen das Engagement: Sie vervielfachen Verweildauer, erhöhen Scrolltiefe und stärken die Bindung ans Medium. Doch in den meisten Redaktionen bleibt es beim Leuchtturmprojekt – aufwändig produziert, schwer reproduzierbar, kaum skalierbar.
Patrick M. Müller, Entwickler von Digitalformaten und Head of Creation bei Visual Minds, zeigt, wie die drei zentralen Hürden digitalen Storytellings – Redaktionsablauf, technische Integration und Skalierbarkeit – überwunden werden können. Am Beispiel des Formats Scrollstories, zweifach ausgezeichnet mit dem Grimme Online Award, macht er den Weg vom Leuchtturmprojekt zum journalistischen Produkt konkret nachvollziehbar.
Patrick M. Müller ist Head of Creation bei Visual Minds. Mit seinem Zürcher Team entwickelt er Storytelling-Formate, die in zahlreichen Medienhäusern und Verlagen weltweit veröffentlicht wurden. Seine Formate wurden mehrfach international ausgezeichnet: dreimal mit dem Grimme Online Award, zweimal mit dem Deutschen eBook Award, zweimal mit dem European Digital Publishing Award sowie mit dem DPR-Award. Patrick M. Müller ist Absolvent der Hochschule für Fernsehen und Film München.
Roundup und Verabschiedung

Der DIGITAL PUBLISHING REPORT liefert Praxiswissen zur digitalen Transformation für Medienunternehmen und andere Publisher. Wir ermöglichen Medienunternehmen, die technischen und strategischen Herausforderungen in der digitalen Transformation zu meistern. Mit unseren digitalen Medien führen wir Publisher, Experten und Technologieanbieter praxisnah zusammen – mit dem Ziel, die führende Community für den Knowhow-Transfer im digitalen Publizieren aufzubauen.
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Grundsätzlich nicht, bei längeren digitalen Events können Sie z.B. jederzeit das Event verlassen und später wieder dazu stoßen. Sollten Sie insgesamt an dem Termin verhindert sein, können Sie im Nachgang die Aufzeichnung anschauen.
Ja. Sollten Sie insgesamt an dem Termin verhindert sein, können Sie im Nachgang die Aufzeichnung anschauen.
Bei Stornierungen bis 5 Tage vor der Veranstaltung werden 50% und danach 100% der Teilnahmegebühr in Rechnung gestellt. Ein Ersatzteilnehmer kann jederzeit genannt und die Buchung des Webinars auf diesen umgestellt werden.
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