DIGITALKONFERENZ
Eine moderne IT-Landschaft essenziell, um effizient und agil zusammenzuarbeiten und Geschäftsmodelle, Produkte und Services umzusetzen, weiterzuentwickeln oder einzuführen. Kurz: Um dauerhaft erfolgreich zu sein, bedarf es geeigneter IT-Systemlösungen. Doch was heißt hierbei „geeignet“? Welches sind die wesentlichen Trends, was sind echte Best Practices? Bei systems@work erfahren Sie aus erster Hand von Nutzern und Systemanbietern, worauf es wirklich ankommt. systems@work vermittelt das Wissen, welches Management, IT und Fachbereiche für fundierte Entscheidungen und gute IT-Projekte benötigen. Alle angemeldeten Teilnehmer:innen erhalten im Nachgang die Aufzeichnung.
Begrüßung, Einführung in den ersten Konferenztag und Kommunikation

panel discussion in English
Every AI demo shows an agent doing something impressive; almost none show what happens when it does the wrong thing — or how you’d even know. As publishers begin handing real operational work to AI agents, the binding constraint isn’t capability, it’s governance: who is accountable, how is agent behavior constrained, and can you prove what actually happened? This talk reframes AI in publishing around that question, introducing Pure.Science as an orchestration framework where governance is structural rather than bolted on. Through three composable layers — Policies that declare what agents may and may not do, Guardrails that enforce those rules at runtime, and Audit trails that make every action inspectable after the fact — it makes the case that accountable, controllable agents are the real precondition for adoption in a field where provenance, rights, and editorial integrity are the product. Governance isn’t a tax on AI in publishing; it’s what makes meaningful delegation possible at all.
Adam Hyde is the founder of Pure Science Inc. and has spent over two decades reshaping the infrastructure of scholarly publishing. He founded Book Sprints in 2007 and the Collaborative Knowledge Foundation (Coko) in 2015, where he led development of Kotahi and Paged.js — open-source publishing tools now used by NCBI, Europe PMC, eLife, HHMI, OEN, and major presses worldwide. A Shuttleworth Foundation Fellow and three-time New Zealand Open Source Award winner, Adam has served on the advisory boards of the OA Switchboard, EIFL, and the African Coalition for Open Scholarship. He is the creator of PurePub.ai and a leading voice on the practical application of AI agent systems in academic publishing workflows.

Viele Verlage investieren aktuell massiv in Automatisierung, AI-gestützte Workflows und neue Content-Plattformen. Die Erwartung ist klar: schneller produzieren, weniger manuelle Schritte, mehr Output bei gleichen Ressourcen. In der Praxis bleiben die Ergebnisse jedoch häufig hinter den Erwartungen zurück, obwohl die Systeme leistungsfähig sind. Der Grund liegt selten in der Technologie selbst, sondern in der Art, wie Systemdesigns entstehen. Gewachsene, komplexe Prozesslandschaften werden zwar meist verstanden, aber nicht konsequent in ein durchgängiges Sollprozessmodell überführt. Der Vortrag zeigt, warum genau dieser Schritt entscheidend ist: die saubere Ableitung eines Sollprozessmodells aus der IST-Realität und dessen konsequente Umsetzung im Systemdesign. Nur wenn klar definiert ist, wie Content entstehen, geprüft und durch die Organisation fließen soll, können Automatisierung, AI und Plattformen ihr Potenzial entfalten.
Raphael Baier ist Geschäftsführer der Fabasoft Xpublisher GmbH. Der Branchenexperte verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung an der Schnittstelle von IT und Medien. In leitenden Positionen war er unter anderem für den Deutschen Landwirtschaftsverlag, C.H. Beck und den VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft tätig und beriet Medienhäuser bei der Einführung und Integration digitaler Publishing-Plattformen.

Multichannel-Publishing gilt vielen kleinen Verlagen noch als zu aufwendig, zu teuer, zu komplex. Dabei steckt dahinter primär eine strategische Frage: Wer zuerst an den Inhalt denkt – seine Struktur, seinen Zweck, seine Kanäle – kommt überraschend weit mit Open Source. Simea Merki zeigt anhand konkreter Kundenprojekte, wie morntag mit WordPress und dem Content-First-Ansatz auch kleine Verlage in die Lage versetzt, einen Inhalt als Website, Newsletter, PDF und Print auszuspielen – zugänglich für alle.
Simea Merki ist Expertin für digitales Publishing bei der Agentur morntag. Sie ist darauf spezialisiert, komplexe technologische Entwicklungen in pragmatische, bodenständige Lösungen für den Arbeitsalltag zu übersetzen. Als Bloggerin auf publishing.blog analysiert sie laufend die Auswirkungen von KI auf die Medienbranche und teilt ihre besten Strategien für effiziente Wissensarbeit.

Austrian Standards setzt auf eine umfassende Modernisierung seiner Normungsprozesse.
In diesem Werkstattbericht stellen wir das laufende Projekt vor, das das Altsystem durch eine moderne, hochverfügbare „XML-First“-Architektur ersetzt. Im Fokus stehen die Integration des internationalen NISO-STS Standards, die Automatisierung komplexer Workflows mittels BPMN/Camunda und der Einsatz von KI (z.B. zur automatisierten Metadaten-Erstellung und Barrierefreiheit). Wir zeigen, wie durch Multi-Channel Publishing neue Geschäftsmodelle entstehen und welche technologischen Schritte notwendig sind, um echte SMART Standards zu realisieren.
Einblicke in Herausforderungen und Highlights des Projekts von Austrian Standards, EBCONT und SiteFusion.
Erich Zeisl leitet seit 2013 den Bereich Produktion bei Austrian Standards. In dieser Funktion verantwortet er die digitale Aufbereitung, Qualitätssicherung und Publikation sämtlicher Standards sowie technischer Regelwerke. Seine Laufbahn im Unternehmen begann 2004; ab 2008 leitete der studierte Germanist mit Schwerpunkt Technische Dokumentation das technische Lektorat sowie das Internationale Sekretariat. Zudem vertritt er die AS-Gruppe in der D-A-CH-PG und ist als Committee Manager für die internationalen Komitees ISO/TC 37 (Language and Terminology) und ISO/TC 46 (Information and Documentation) aktiv.
Mario Kandler ist als Gründer der SiteFusion GmbH das Mastermind hinter der gleichnamigen Content-Management- und Workflow-Lösung. Mit über 20 Jahren Erfahrung berät der CEO Verlage jeglicher Couleur. Als Mitglied der Task Force IT Standards trägt er aktiv zur Standardisierung verlagsspezifischer BPMN-Prozesse bei.
Andreas Hoffmann ist ein erfahrener IT-Projektmanager und Berater, der sich auf die digitale Transformation in der Verlagsbranche spezialisiert hat. Dabei verbindet er strategische Planung mit agiler Produktentwicklung und setzt auf die Kompetenz von EBCONT, einem der führenden IT-Dienstleister Österreichs – von der Entwicklung moderner E-Learning-Apps über die Implementierung von Content-Management-Systemen bis hin zum strategischen Einsatz von künstlicher Intelligenz.

Layout-Automatisierung ermöglicht es, redaktionelle Inhalte regelbasiert und KI-gestützt automatisch zu gestalten. So entstehen Zeitungs- und Magazinseiten deutlich schneller, konsistenter und mit spürbarer Entlastung für Redaktion und Produktion. WoodWing bietet hierfür eine Lösung in einem der führenden Publishingsysteme für Redaktionen, Medienhäuser und Corporates weltweit: WoodWing Studio. Als jahrzehntelanger und weltweit größter Implementierungs- und Beratungspartner zeigt a&f systems in einer Live-Demo, wie WoodWing AILA den Seitenumbruch KI-basiert automatisiert. Der Fokus liegt dabei auf dem Weg vom strukturierten Content zur fertigen Seite – nahezu auf Knopfdruck.
Matthias Fischer begleitet Medienhäuser seit über zwei Jahrzehnten bei der Digitalisierung und Prozessoptimierung. Seit 2002 ist er auf den Vertrieb beratungsintensiver Investitionsgüter spezialisiert – mit Fokus auf Automatisierung, Integration und redaktionelle Workflows. Er war in leitenden Funktionen bei Anbietern wie ppi Media und CCI Europe (heute Stibo DX) tätig und kennt sowohl die Perspektive der Lösungsanbieter als auch die der Verlage. Heute ist er bei a&f systems in der Beratung und im Vertrieb tätig.
Christoph Brun ist als Digital Native seit über 10 Jahren in der Verlags- und Medienbranche unterwegs. Seit seiner Funktion als Produktions- und IT-Leiter 2018 bei einem lokalen Medienhaus sind Systemlandschaften seine täglichen Begleiter. Seiner Passion für stringente Systeme und Prozesse geht er nun bei a&f systems nach, indem er sich mit den Tools rund um den Publishing Circle befasst. Mit seinem gegenwärtigen Studium zum Betriebswirtschafter schärft er seine ganzheitliche Sicht auf Unternehmen.

Viele Verlage haben in den letzten Jahren erheblich in AI-Tools investiert, Piloten gestartet und Workshops abgehalten. Das Ergebnis ist oft ernüchternd: Es verändert sich wenig. Das Problem liegt dabei fast nie in der Technologie selbst, sondern in den Prozessen dahinter. Matthias Kraus zeigt, warum so viele Publishing-Unternehmen beim Thema AI am falschen Punkt beginnen. Sie optimieren das, was sichtbar ist, statt die Hebel zu adressieren, die wirklich zählen. Sie bauen Einzellösungen statt durchgängiger Systeme und verlieren dabei das Wesentliche aus dem Blick: Kein Tool ersetzt eine fehlende Strategie. Mit 20 Jahren operativer Erfahrung im Publishing zeigt er einen dreistufigen Weg, der in der Praxis funktioniert – vom Verstehen reifer Prozesse über die gezielte Automatisierung mit Agents bis zum Skalieren auf einer Plattform, die alle Bausteine zusammenbringt. Der Vortrag liefert eine klare Argumentationskette, konkrete Beispiele und einen direkt anwendbaren Rahmen.
Matthias Kraus ist Gründer von mintloop, einem Beratungsunternehmen für AI-Strategie und AI-Lösungen im Publishing. Über 20 Jahre lang hat er Publishing-Technologien aus der Verantwortung im laufenden Betrieb entwickelt: von Architekturentscheidungen bis zur Umsetzung in realen Organisationen. Als Gründer und langjähriger Geschäftsführer von Xpublisher hat er eine der führenden Redaktionsplattformen im deutschsprachigen Markt aufgebaut. Bei mintloop begleitet er Verlage dabei, das Potenzial von AI in ihren Content- und Redaktionsprozessen zu erschließen – praxisnah, strukturiert und mit messbarem Ergebnis. Xpublisher bleibt Teil seines Portfolios und wird gezielt in Kundenprojekten eingesetzt.

Was wäre, wenn Lektorat und Herstellung nicht mehr in getrennten Dateiformaten arbeiten müssten? Wenn Korrekturen nicht mehr als PDF-Kommentare durch Posteingänge wandern würden? Dieser Vortrag demonstriert einen Herstellungsprozess, der die Grenzen zwischen Redaktion und Herstellung auflöst – ohne auf die Vertrautheit von Word oder die Mächtigkeit von InDesign zu verzichten, und ohne die Kontrolle über den Prozess zu verlieren. Wie das konkret aussieht, zeigt Alexander Seifert anhand eines funktionierenden Prototyps – ein Blick in die aktuelle Entwicklung von Textshine.
Alexander Seifert ist Geschäftsführer und Entwickler von Textshine. Er ist seit 2003 im familiengeführten Seifert Verlag tätig und arbeitet seit über zehn Jahren als KI-Entwickler. Textshine ist aus den eigenen Bedürfnissen im Familienunternehmen entstanden. Wie viele PDF-Korrekturschleifen zu viel sind, weiß er aus eigener Erfahrung.

Über KI im Publishing wird viel geredet – seltener darüber, was in den Häusern ankommt. Felix Gayer (Mediengruppe Neue Pressegesellschaft) und Lena Leibetseder (Russmedia) berichten aus zwei datengetriebenen News-Häusern, wie sich ihre Publishing-Workflows konkret gewandelt haben – von Recherche über Suchprozesse bis zu bezifferbaren Effizienzgewinnen. Kein Grundsatzdiskurs, sondern ein Austausch über das, was läuft – oder eben (noch) nicht.
Felix Gayer leitet den Zentralbereich AI & Automation für die Mediengruppe Neue Pressegesellschaft. Sein Fokus liegt auf der Entwicklung praxisnaher, skalierbarer KI-Lösungen für den Lokaljournalismus, beginnend bei LLM-basierten Assistenzsystemen für die verschiedenen Unternehmensbereiche bis hin zu sich verändernden Rollen und Anforderungsprofilen sowie der KI-Strategie. Zuvor studierte er Data Science und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Frage, wie technologische Innovation verantwortungsvoll in journalistische Wertschöpfungsprozesse integriert werden kann. Sein besonderes Interesse gilt agentischen Systemen, die Aufgaben entlang kompletter Prozessketten unterstützen, unter Berücksichtigung von Compliance, Qualitätssicherung und menschlicher Kontrolle.
Lena Leibetseder (*1999) ist Head of Digital Publishing bei Russmedia. Zuvor arbeitete sie mehrere Jahre als Online-Journalistin und stellvertretende Ressortleiterin Online beim österreichischen Nachrichtenmagazin profil. Sie studierte Journalismus und Medienmanagement in Wien und Vancouver. Leibetseder wurde 2023 unter die „30 unter 30“-Journalist:innen in Österreich gewählt und zählte 2025 zu den „25 Young Leaders unter 35“ im DACH-Raum. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit digitalem Journalismus, redaktionellen Prozessen und dem Einsatz von KI in Medienhäusern.
Roundup und Verabschiedung Tag 1
Begrüßung, Einführung in den zweiten Konferenztag und Kommunikation

Was sind die wichtigsten Trends im Bereich CMS und DAM in der Publishing-Branche? Welche Technologien, Lösungen und Dienstleistungen sind wirklich hilfreich? Welche Projektmethodik setzt sich durch? Und – natürlich – wie ist der Stand der KI-Integration? Welche KI-Use-Cases werden umgesetzt und stiften Nutzen? All diese Themen werden im Vortrag von David Best beleuchtet.
David Best unterstützt Unternehmen bei der Digitalisierung ihrer Organisation. Seit über 10 Jahren begleitet er seine KundInnen bei der Auswahl und Einführung von IT-Systemen und der digitalen Transformation. Er verfügt über einen umfangreichen Erfahrungsschatz aus Projekten für Verlage, Medien und Publishern sowie weiteren Dienstleistungs- und Industrieunternehmen.

Das Konzept von „Liquid Content“ klingt für viele Publishing-Profis erst einmal vertraut: Modulare Inhalte. Wiederverwendung. Einmal erstellen, überall publizieren. Doch Liquid Content beschreibt einen echten Bruch: Nicht mehr der Creator oder der Verlag bestimmen, in welcher Form ein Inhalt beim Nutzer ankommt – der Nutzer selbst entscheidet, ob er Inhalte lieber als Kurzfassung liest, als Podcast hört, als Mindmap erkundet oder als Video aufs Smartphone streamt. Möglich wird das, weil sich zwei Entwicklungen erstmals treffen: modular aufbereitete, gut beschriebene Inhalte – und KI, die diese Inhalte im Moment der Nutzung in das passende Format gießt. Roman Schurter ordnet Liquid Content ein, zeigt Beispiele aus Fachverlagen, Journalismus und Bildung und skizziert, welche Voraussetzungen Publisher jetzt schaffen müssen: strukturierter Content, gepflegte Metadaten und eine Infrastruktur, die KI-gestützte Transformation überhaupt möglich macht.
Roman Schurter arbeitet seit über 30 Jahren an der Schnittstelle von Publishing, digitalen Lerntechnologien und Content-Strategie. An der ETH-Bibliothek Zürich leitet er Workshops zu Informationskompetenz und KI – von der Literaturrecherche bis zum Wissensmanagement. Als Community Manager bei Get More Brain beschäftigt er sich mit AI-Ready Content, strukturierten Inhaltsformaten und dem Wandel klassischer Publishing-Modelle. Als Mitbegründer des Publishingblogs gehört er zu den bekannten Stimmen für Verleger und Wissensarbeiter im DACH-Raum.

Gut erzählte digitale Geschichten steigern erwiesenermaßen das Engagement: Sie vervielfachen Verweildauer, erhöhen Scrolltiefe und stärken die Bindung ans Medium. Doch in den meisten Redaktionen bleibt es beim Leuchtturmprojekt – aufwändig produziert, schwer reproduzierbar, kaum skalierbar. Patrick M. Müller, Entwickler von Digitalformaten und Head of Creation bei Visual Minds, zeigt, wie die drei zentralen Hürden digitalen Storytellings – Redaktionsablauf, technische Integration und Skalierbarkeit – überwunden werden können. Am Beispiel des Formats Scrollstories, zweifach ausgezeichnet mit dem Grimme Online Award, macht er den Weg vom Leuchtturmprojekt zum journalistischen Produkt konkret nachvollziehbar.
Patrick M. Müller ist Head of Creation bei Visual Minds. Mit seinem Zürcher Team entwickelt er Storytelling-Formate, die in zahlreichen Medienhäusern und Verlagen weltweit veröffentlicht wurden. Seine Formate wurden mehrfach international ausgezeichnet: dreimal mit dem Grimme Online Award, zweimal mit dem Deutschen eBook Award, zweimal mit dem European Digital Publishing Award sowie mit dem DPR-Award. Patrick M. Müller ist Absolvent der Hochschule für Fernsehen und Film München.

Die klassischen CMS-Monolithen stoßen zunehmend an ihre Grenzen, da Inhalte multimodal und in unterschiedlichen Nutzungssituationen abgefragt werden. Wir zeigen, wie eine modulare Content-Architektur Inhalte aus starren Systemen löst und sie flexibel, wiederverwendbar und skalierbar macht. Denn: Entkoppelte Content-Architekturen sind längst keine rein technische Disziplin mehr, insbesondere seit dem systematischen Einsatz von KI in den unterschiedlichsten Verlagsbereichen. Content-Architektur = Business-Architektur. Im Fokus stehen der Wandel der klassischen Verlags-IT, skalierbare digitale Nutzerportale sowie die KI-gestützte, automatisierte Ausspielung von Inhalten, die an die jeweilige Nutzungssituation und die Informationsinteressen der Leserinnen und Leser angepasst ist. Modulare Enterprise-Content-Architekturen und eine KI-gestützte Content-Delivery fördern eine schnelle Time-to-Audience für Produktinnovationen und ermöglichen eine flexible Anpassung der Geschäftsmodelle an sich schnell ändernde Nutzungsverhalten.
Christian Keck ist ein erfahrener Verlags- und Medienexperte und treibt bei Forward Publishing die Entwicklung sowie Vermarktung modularer Content-Architekturen und digitaler Ausspielungsplattformen voran. Mit langjähriger Erfahrung sowohl auf Verlags- als auch auf Technologieseite verbindet er strategische Perspektive mit operativer Umsetzungskompetenz. Sein Fokus liegt auf der digitalen Transformation von Medienunternehmen – von modularen Content-Architekturen, hochperformanter und KI-gestützter Content-Delivery über automatisierte Content-Individualisierung bis hin zu modernen Publishing-Plattformen. (Director Sales & Marketing, Forward Publishing AG)

Wie das Münchner Medienstartup MOXIOS KI-Infrastruktur einsetzt, um Nachrichtenlücken zu schließen
Angesichts knapper Ressourcen und einer angeschlagenen Zeitungsbranche entwickelte ein Team um Heinz Alt aus einem Thinktank heraus mit Media- und KI-Experten eine neuartige KI-Plattform mit dem Ziel eines barrierefreien Zugangs zu Nachrichten jederzeit und überall in der eigenen Muttersprache. MOXIOS startete im Januar 2026 mit einer Betaversion in zehn bayerischen Städten zunächst als Event- und Veranstaltungsportal – und jetzt ganz neu mit lokalen Sport- und Wetternachrichten in weiteren 40 Städten in Deutschland. Mit ihrem niederschwelligen Content-Angebot will MOXIOS Lücken in der Nachrichtenlandschaft schließen, Lokalredaktionen von Routinen befreien und aufzeigen, welche Chancen technikgetriebener Lokaljournalismus bietet.
Heinz Alt ist selbstständiger Unternehmensberater und Mitgründer von MOXIOS. Seine Mission ist die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle für Lokaljournalismus mit Fokus auf die junge Zielgruppe. Alt gehörte zu den Gründungsvätern des Jugendmagazins „jetzt“ der Süddeutschen Zeitung und war 30 Jahre später Gründungsmitglied des Onlinemediums „jetzt.at“ für Österreich. Er verfügt über mehr als 30 Jahre Verlagserfahrung in zahlreichen Führungspositionen und berät Verlage, Medien-Startups und digitale Publisher.
Als SEO-Berater, Verlagsstratege und KI-Experte unterstützt Eduard Scheling seit 2015 lokale und regionale Tageszeitungen dabei, ihre digitale Sichtbarkeit nachhaltig auszubauen. Er begleitet Redaktionen mit praxisnahen Workshops, berät Medienhäuser bei Relaunches und leitete interimistisch das SEO-Team von DuMont und gehört zum Gründerteam von MOXIOS. Mit seiner langjährigen Erfahrung aus zahlreichen Verlagsprojekten von der Küste bis zu den Alpen entwickelt Scheling heute KI- und Automatisierungslösungen, die Redakteure und Reporter gezielt entlasten: damit sie sich wieder stärker auf ihre Kernaufgabe konzentrieren können – relevante Geschichten zu finden, zu recherchieren und zu erzählen.

Die Anforderungen an digitales Publishing haben sich grundlegend verändert: Inhalte sollen nicht nur gelesen, sondern erlebt werden – interaktiv, visuell und plattformübergreifend. Gleichzeitig stehen Verlage vor der Herausforderung, solche Formate effizient in bestehende Workflows zu integrieren, ohne zusätzliche technische Komplexität aufzubauen. Der Vortrag zeigt anhand konkreter Anwendungsbeispiele, wie moderne Publishing-Technologien neue Möglichkeiten in der Content-Erstellung eröffnen und klassische Produktionsprozesse erweitern. Im Fokus stehen visuelle Editoren, modulare Content-Strukturen und die Integration externer Inhalte unter Berücksichtigung aktueller Datenschutzanforderungen. Anhand des Tools Novamag wird live demonstriert, wie interaktive Inhalte ohne Programmierkenntnisse umgesetzt werden können und welche Auswirkungen dies auf Teams, Prozesse und Time-to-Publish hat.
Malte Nielsen ist Gründer und Geschäftsführer von Novamag und beschäftigt sich intensiv mit modernem Digital Publishing. Mit Novamag hat er eine Lösung geschaffen, mit der Verlage, Agenturen und Unternehmen digitale Magazine und interaktive Content-Erlebnisse einfach und DSGVO-konform umsetzen können.
Estefano Labudda ist Mitgründer von Novamag und begleitet das Unternehmen seit der ersten Idee. Sein Fokus liegt auf digitalen Plattformlösungen, modernen Content-Erlebnissen und der engen Zusammenarbeit mit Kunden. Heute verantwortet er vor allem die Bereiche Sales und Onboarding und unterstützt Unternehmen, Agenturen und Verlage dabei, digitale Magazine und interaktive Inhalte effizient umzusetzen.

Strukturierter Content ist Voraussetzung — modular, medienneutral, wiederverwendbar. Viele Verlage haben das aufgebaut. Aber Inhalte, die nur strukturiert sind, arbeiten noch nicht. Zwischen Content First und einem AI-fähigen Verlag liegt eine Schicht, die oft fehlt: eine Plattform, auf der KI-Agenten im eigenen Kontext arbeiten — recherchieren, einordnen, vorschlagen, produzieren, ausspielen.
Bastian Metz zeigt am Beispiel von huGO Spark — der Content Operations Platform von Sternwald — wie das konkret aussieht. Vier Module entlang dreier Kontextdimensionen: was der Verlag weiß (Content Backbone, AI Workbench), was draußen passiert (huGO Scout) und für wen produziert wird (huGO Flow). Im Zentrum die AI Workbench als Agentenplattform: wo Redaktionen mit Prompts, Modellen und dem eigenen Content arbeiten — nicht mit generischem ChatGPT.
Bastian Metz ist COO bei Sternwald Systems und verantwortet Product und Operations. Er hat über 20 Jahre Erfahrung in der Publishing-Technologie. Sternwald baut die technische Basis für Tages-, Magazin- und Fachverlage im DACH-Raum — Content-Plattformen, Asset Management und digitale Produkte. Im Zentrum steht die huGO-Produktfamilie mit huGO Spark als Content Operations Platform.

Viele Verlage messen ihren Erfolg an Reichweite: Klicks, Impressions, Social-Media-Follower. Das Problem dabei ist nicht die Technik, sondern die Abhängigkeit. Die Beziehung zum Publikum gehört Big Tech, nicht dem Verlag oder der Redaktion.
Dabei machen die (heute gar nicht mehr so sozialen) Plattformen selbst deutlich, dass echte Loyalität vor allem dort entsteht, wo Leserinnen und Leser nicht nur konsumieren, sondern aktiv werden und „dazugehören“ – in eigenen Communities. Heiko Scherer zeigt, warum der Aufbau solcher Communities für Verlage gerade im Zeitalter von Hate Speech und Fake News eine große Chance ist — und warum diese Communities spitzer positioniert sein sollten, als es viele Verlagsangebote heute sind.
Anhand konkreter Beispiele aus Medienhäusern macht er nachvollziehbar, wie Verlage die Beziehung zu ihrer Zielgruppe zurückgewinnen und Engagement in messbare Loyalität überführen können. Und damit selbst zu digitalen Plattformen werden.
Heiko Scherer ist Gründer und Geschäftsführer von tchop.io. Der Branchenexperte verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung an der Schnittstelle von Medien und Software. In dieser Zeit arbeitete er unter anderem für große Agenturen, Kabelnetzbetreiber und Fernsehsender und entwickelte zuvor mit clapp, seiner eigenen Digitalagentur, Produkte für zahlreiche kleine und große Verlage. Mit tchop.io entwickelt er eine Plattform für journalistische Inhalte, die es Verlagen erlaubt, die eigenen Produkte mit eigenen Communities und Social-Media-Features zu erweitern.
Roundup und Verabschiedung

Der DIGITAL PUBLISHING REPORT liefert Praxiswissen zur digitalen Transformation für Medienunternehmen und andere Publisher. Wir ermöglichen Medienunternehmen, die technischen und strategischen Herausforderungen in der digitalen Transformation zu meistern. Mit unseren digitalen Medien führen wir Publisher, Experten und Technologieanbieter praxisnah zusammen – mit dem Ziel, die führende Community für den Knowhow-Transfer im digitalen Publizieren aufzubauen.
David Best (Berlin Consulting): Wie finde ich das für uns ideale Content Management- und MAM/DAM-System und führe es optimal ein? Teil 1
Peter Dyllick-Brenzinger (Purple): KI-Power im CMS: Wie KI im CMS seine volle Wirkung entfalten kann.
Jakob Pranter (Arc XP/ Washington Post): Arc XP – Content Scaling in the Age of Generative AI – Publisher Insights
Rainer M. Wilbert, alfamedia: Bereichern Sie die Welt mit einem wunderbaren Konzert
Ingo Röseler, Holger Kraemer (vjoon): Drive your Content Supply Chain!
Simea Merki (morntag): Verstaubtes Amtsblatt? Geht auch anders!
David Best (Berlin Consulting): Wie finde ich das für uns ideale Content Management- und MAM/DAM-System und führe es optimal ein? Teil 2
David Best, Berlin Consulting: Wie finde ich das für uns ideale Content Management- und MAM/DAM-System und führe es optimal ein? Teil 1 Rainer M. Wilbert, alfamedia: Warum im Werkzeugkasten nicht alles von Bosch sein muss Simea Merki, morntag: Webtechnologie macht plötzlich Print: Wie PrintCSS die Branche verändern kann Helene Langen, Wolters Kluwer und Robert Janoska, SNAP Innovation: Der Faktor Mensch: Erwartungsmanagement und Onboarding als Erfolgskriterium Christian Keck, Xpublisher: Nicht reden, machen! Wie digitale Transformation in der Praxis erfolgreich funktioniert Sabrina Meier, a&f systems und Benjamin Kolb, SPRYLAB: Zukunftsfähiges Publizieren mit dem Publishing Circle David Best, Berlin Consulting: Wie finde ich das für uns ideale Content Management- und MAM/DAM-System und führe es optimal ein? Teil 2
David Best, Marco Olavarria, Berlin Consulting: Was sind zentrale Trends bei CMS, Redaktions- und Publishingsystemen? Christian Wolochow, InterRed: Was Online, Print, Apps und Social gemeinsam haben Thomas Weinberger (SiteFusion), Susanne Senz und Armin Köhler (Verlagsgruppe Penguin Random House): Die Ordnung der Dinge – ein zentrales DAM für die Penguin Random House Verlagsgruppe Matthias Möller, PEIQ: Warum Bauer, Aschendorff und der Berliner Verlag mit ihrem Redaktionssystem in die Cloud gehen Silke Jungblut (alfa Media): Click, click, publish: Sie kreieren den Content, wir machen den Rest David Best, Marco Olavarria (Berlin Consulting): Optimale Systemauswahl und -einführung
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